Grußworte zur Investitur

11.01.2026 | Miteinander Kirche neu leben

Zum Festgottesdienst zur Investitur von Pfarrer Thomas Holler waren viele Gläubige aus der gesamten neuen Kirchengemeinde gekommen, dazu auch Vertreter der christlichen Kirchen und Ordensgemeinschaften und Repräsentanten aus Staat und Gesellschaft.

 

Landtagsabgeordneter Prof. Dr. Wolfgang Reinhart

Landtagsabgeordneter Prof. Dr. Wolfgang Reinhart
Den Reigen der Grußwortredner eröffnete Prof. Dr. Wolfgang Reinhart, Landtagsabgeordneter und Vizepräsident des Landtags von Baden-Württemberg: In diesem Gottesdienst wurden Zuversicht und Hoffnung ausgestrahlt. Auch wenn die „Schafe weniger werden“, würde die Weide dafür größer, meinte er schmunzelnd. Erzbischof Burger habe sich den Herausforderungen unserer Zeit gestellt und man habe Vertrauen in die Kraft des Hl. Geistes. Er dankte allen Haupt- und Ehrenamtlichen sowie der gesamten Kirchengemeinde für ihr Engagement und wünschte gute Jahre in der Gemeinschaft der neuen Kirchengemeinde. Immerhin sei heute sichtbar geworden: Christen können Feiern!

 

Landrat Christoph Schauder

Landrat Christoph Schauder
Landrat Christoph Schauder ging auf das gelungene Leitwort der neuen Kirchengemeinden „Glauben und Kirche neu (er)leben ein: vieles müsse sich in der Kirche verändern. Der Weg bis zum heutigen Tag sei nicht einfach gewesen. Allerdings sei er gut vorbereitet: bereits 2024 wurde er zusammen mit Bürgermeistern vom Erzbischof eingeladen, der persönlich die Hintergründe dieser Veränderungen erläutert habe. So sei immer versucht worden, auf dem Weg möglichst viele Menschen mitzunehmen. Er danke für das bisherige Miteinander und dankte allen, die sich weiterhin einbringen. Begeistert hob er hier den Projektchor mit der herrlichen Liedauswahl hervor.

 

Dekan Oliver Habiger von der evangelischen Kirche

Dekan Oliver Habiger als Vertreter der evangelischen Kirche
Wichtig ist auch das Ökumenische Miteinander. Für die Evangelische Kirche ging der stellvertretende Dekan Oliver Habiger in Vertretung von Dekanin Wibke Klomp auf den Mut ein, Strukturen anzupassen. Auch bei der Evangelischen Kirche werden gerade Strukturen verändert, die er kurz erläuterte. Die Hauptsache sei aber etwas anderes: Es gehe darum, zu Gottes Ehre zu leben und für die Menschen da zu sein. Jesus Christus sei das Brot des Lebens – deshalb brachte er Brot (des Lebens) und Salz (der Welt) als Geschenk mit.

 

Beate Maier vom Caritasverband

Beate Maier vom Caritasverband
Für den Caritasverband überbrachte Bereichsleiterin Beate Maier in Vertretung des witterungsbedingt verhinderten Vorstands Michael Müller die Grüße. Caritas (lat. Nächstenliebe) und Kirche gehörten zusammen, weil es um denselben Auftrag gehe, Papst Benedikt XVI. habe es einmal sehr treffend formuliert: „Die Liebe zum Nächsten ist Auftrag für jeden einzelnen Gläubigen, aber sie ist auch Auftrag für die ganze kirchliche Gemeinschaft.“ Mit anderen Worten: „Zuständig sind wir alle“.
 
Gerade in einer ländlich geprägten Region wie diesem Flächenlandkreis mit langen Wegen sei diese Zusammenarbeit besonders wichtig. Hier kenne man sich. Gleichzeitig erlebe man aber auch hier Vereinsamungstendenzen und soziale Not, manchmal säßen sie ganz still und leise in der Kirchenbank oder im Nachbarhaus im Verborgenen. Wenn Kirche und Caritas hier gut zusammenarbeiten, dann werde aus Wahrnehmen aktives Tun – schnell, unbürokratisch und menschlich, ganz nach dem Caritas-Motto „Not sehen und Handeln“. Man verstehe sich als Teil der Kirche vor Ort – und sei dankbar, dass Pfarrer Holler bereits den Vorsitz im Caritasrat übernommen habe. Kirche sei Gemeinschaft – und Caritas ist ein lebendiger Teil davon – ganz im Sinne des Mottos der diesjährigen Caritas-Kampagne: „Zusammen geht was!“

 

Christiane Schäffner für die kirchlichen Verbände

Christiane Schäffner für die kirchlichen Verbände
Christiane Schäffner ging auf das Spektrum der Verbände ein: es sei für jeden etwas dabei, 130.000 Mitglieder engagieren sich in den Verbänden der Erzdiözese. Deshalb seien auch hier die Verbände wichtiger Partner. Bisher seien die Verbände auf Dekanatsebene organisiert, die ja künftig wegfalle. Deshalb hoffte sie, dass die Verbände auch in den neuen Pfarreien ein Plätzchen finden. Sie bezeichnete Thomas Holler als Glücksfall für die neue Pfarrei, der schon bisher gezeigt habe, dass er ein Herz für die Verbandsarbeit habe.  

Bericht: BK