Fastenessen

11.03.2026 | Hilfe, die schmeckt

Das Fastenessen ist in der Gemeinde St. Bonifatius, die zur katholischen Kirchengemeinde an Tauber und Main gehört, mittlerweile zu einer festen Tradition geworden.

Auch dieses Jahr sprach das Gemeindeteam am 2. Fastensonntag nach dem Gottesdienst wieder die herzliche Einladung aus, ins Gemeindehaus für einen guten Zweck zum Mittagessen zu kommen. 
 
Der Gottesdienst stand unter dem Motto der Fastenaktion von Misereor „Hier fängt Zukunft an“ und Kaplan Simon Gleichauf gelang es das Anliegen der Fastenaktion mit dem Tagesevangelium zu verknüpfen. Darin ging es um die Begegnung Jesu mit einer Samariterin. Er spricht mit ihr und bittet sie um Wasser, obwohl der Kontakt von Juden und Samaritern und das Gespräch mit Frauen nicht den Konventionen entspricht. Er löscht seinen Durst aus ihrem Krug und bietet ihr im Anschluss „lebendiges Wasser“ - das ewige Leben und die Vergebung - an. Die Samariterin erkennt im Gespräch, dass er der Sohn Gottes ist, und dass er sie, trotz ihrer Vergangenheit, von der er zu wissen scheint, nicht verurteilt. Sie wird Glaubenszeugin, lässt ihren Wasserkrug zurück und sagt es den anderen Leuten im Dorf weiter, wer Jesus ist und was er ihr gesagt und versprochen hat.
 
Der Glaube an dieses lebendige Wasser, so Kaplan Gleichauf, sollte für uns Christen eben auch Antrieb sein im Sinne von Jesus Lehren zu handeln. Besonders in schwierigen Lebenslagen helfe einem dies zu verstehen und anzunehmen, weshalb manches geschieht. So könne man dann besser nach vorne in die Zukunft schauen.
 
„Hier fängt Zukunft an“, so auch das Motto von Misereor. Gemeinsam glauben, gemeinsam beten. Gemeinsam helfen. Das Fastenessen des Gemeindeteams sei eine schöne Möglichkeit dies miteinander zu vereinen. Nach dem Gottesdienst nahmen deshalb die Kirchenbesucher – manch einer auch kurzentschlossen - die Einladung von Kaplan Gleichauf und Hubert Burger vom Gemeindeteam gern an und trafen sich im Gemeindehaus zum einfachen Mittagessen mit Linsensuppe und Spätzle und wahlweise noch mit Wiener Würstchen.
 
In gemütlicher Atmosphäre mit guten Gesprächen, ließen sich die rund 85 Besucher das Mittagessen schmecken, das die beiden Köchinnen Maria Sandhöfner und Ingrid Seitz auch dieses Jahr mit ihrer Erfahrung aus früheren Zeiten, für viele Personen zu kochen, gekonnt gezaubert hatten. Dafür dankte ihnen Hubert Burger und Gisela Müller am Ende mit einem Blumenpräsent. Das Gemeindeteam konnte sich so am Ende über einen stolzen Betrag von 1.035,00 Euro zugunsten der Misereor Aktion freuen, der zeigte, dass Hilfe schmeckt. Bericht: Petra Vierneisel