Neues aus dem Pfarreirat
12.04.2026 |
Pfarreirat der neuen Römisch-katholischen Kirchengemeinde An Tauber und Main mit wichtigen Entscheidungen
Zum 1. Januar 2026 entstand die neue Römisch-katholische Kirchengemeinde An Tauber und Main, mit innerkirchlichem Namen „Pfarrei St. Martin und Lioba“.
Nach der konstituierenden Sitzung im November traf sich der Pfarreirat am 26. März in Großrinderfeld zur 2. Ordentlichen Sitzung, um wichtige Entscheidungen zu treffen. Nach der Begrüßung durch die Pfarreirats-Vorsitzende Birgit Frei stellte Pfarreirat Hubert Burger (TBB) seinen Geistlichen Impuls unter das Thema „Brücken bauen“: Damit die Pfarreien in der neuen großen Kirchengemeinde besser zusammenwachsen, gelte es, zueinander Brücken zu bauen. Die Fastenzeit lade dazu ein, „unsere Verbindungen zu Gott und den Menschen wie Brücken zu überprüfen, zu sanieren oder neu zu bauen“.
Bei der letzten Sitzung war der neue Pfarreivermögensverwaltungsrat gewählt worden – bis auf einen Vertreter aus Königheim: Inzwischen konnte Robert Haas dafür gewonnen werden, er stellte sich dem Pfarreirat vor und wurde einstimmig gewählt. Der Pfarreivermögensverwaltungsrat (PVVR) besteht somit aus zwei Vertretern des Pfarreirats (Birgit Frei und Georg Uihlein) sowie sechs Vertretern aus den ehemaligen Seelsorgeeinheiten: Johannes Stahl (Wertheim), Bernd Hafner (Freudenberg), Edgar Beuchert (Külsheim), Johannes Leibold (Großrinderfeld), Robert Haas (Königheim) und Kurt Baumann (Tauberbischofsheim). Moderator des PVVR ohne Stimmrecht ist der leitende Pfarrer Thomas Holler. Beratendes Mitglied ist Pfarreiökonom Rene Rosche. Alle Mitglieder des PVVR stellten sich dem Pfarreirat kurz vor.
Dr. Robert Koczy, leitender Referent der neuen Kirchengemeinde, wird auch in Zukunft den neuen Pfarreirat begleiten. Ein wichtiges Anliegen ist ihm die Optimierung der Informationswege und Kommunikationskanäle. Eine gute Option dafür sei die „Taskcard“, eine Art Internet-Pinnwand, auf der die Pfarreiräte und Gemeindeteams sowie die Ausschüsse Einsicht in die Protokolle und Materialien bekommen können. Dabei sei er für Hinweise und Kritik offen und versuche, diese mit umzusetzen.
Die neue Kirchengemeinde ist wie ihre Rechtsvorgänger auch Mitglied verschiedener Einrichtungen: Sie wird künftig in den „Caritas-Dienste Tauberkreis GmbH“ von Martin Vierneisel (TBB), Georg Uihlein (Königheim) und Christine Banzer (Großrinderfeld) vertreten, in der Kath. Sozialstation Wertheim e.V. von Angelika Suhl (Wertheim), Uwe Göbel (Külsheim) und Sabine Achstetter (Freudenberg). Bei der Mitgliederverrammlung des Caritasverbandes im Tauberkreis e.V. hat die neue Kirchengemeinde 25 Stimmen, die auch kumuliert werden können (bis zu drei Stimmen pro Person). Deshalb sollen von jedem Ort jeweils mind. 2 Personen gefunden werden, die bei der Versammlung im Herbst dabei sind.
Pfarreiökonom René Rosche informierte über den ersten Haushalt der neuen Kirchengemeinde: Mit der Umstellung auf 36 neue Kirchengemeinden mit jährlichen Haushalten habe sich der Prozess der Haushaltsaufstellung verändert. Konkret ging René Rosche auf die Veränderungen der Schlüsselzuweisungsordnung und des Kirchensteueraufkommens ein. Weiter stellte er die geplanten Einnahmen und Ausgaben vor, die möglichen Maßnahmen im Investitionsplan und den Stellenplan. Immerhin 36 Kindertagesstätten mit 69 Gruppen müssen begleitet werden, bei vielen Kirchen und Kapellen stehen Renovierungsmaßnahmen an. Viele Rückfragen zeigten das große Interesse an dem sehr souverän präsentierten Zahlenwerk.
Ebenfalls großes Interesse bestand an der Vorstellung der künftigen Gottesdienst-Grundordnung, die ab dem Advent 2026 in Kraft treten soll. Der Arbeitskreis unter Leitung von Thomas Holler zeigt die großen Bemühungen, dass weiterhin ein möglichst breites Gottesdienstangebot ermöglicht wird. Das vorgestellte Konzept zeigt eine gerechte und sinnvolle Verteilung der sonntäglichen Eucharistiefeiern. Ergänzt wird das Angebot durch die Einbindung der Wortgottesdienstleiter. Dieses Grundkonzept wurde einstimmig gebilligt, so dass daran, unter Berücksichtigung von Hinweisen aus dem Pfarreirat, weitergearbeitet werden kann.
Im Ausblick ging es um verschiedene Veranstaltungen zum Nationalfeiertag: Am Vorabend des Tages der Deutschen Einheit (2. Oktober 2026) wird es in Baden-Württemberg zum zweiten Mal eine landesweite Lange Nacht der Demokratie geben. Dr. Christian Löser informierte darüber, dass in Wertheim erneut ein Zeichen für gelebte Demokratie gesetzt werden soll. Neben Kulturhaus, Jugendhaus, Roxy-Kino wird auch die Katholische Kirche St. Venantius aktiv dabei sein. Somit gibt es einen großen Kreis an Akteuren mit einem breiten Programm an demokratischen Themen und Mitmachangeboten für Jung und Alt. „Demokratie falle nicht vom Himmel“: In diesem Sinne warb Dr. Löser für Anregungen und Unterstützung. Pfarrer Holler ergänzte, dass auch in Tauberbischofsheim eine Veranstaltung stattfinden wird: Zu der Aktion „Deutschland singt!“ wird es wieder einen Ökumenischen Gottesdienst am 3. Oktober 2026 um 17.00 Uhr in der St. Liobakirche in Tauberbischofsheim geben. Er warb um Unterstützung beider Veranstaltungen. Pfarrer Holler ging außerdem kurz auf die Priesterweihe von Diakon Markus Rombach ein, die am 10. Mai um 14.30 Uhr im Freiburger Münster stattfindet. Dazu wird ein Bus ab TBB eingesetzt, Anmeldungen sind bereits möglich. Guido Imhof freute sich über ein Treffen von Pfarreiräten mit dem Caritasverband, das ein großes Echo fand. Er sprach die Einladung aus, dass er gerne in Gruppen und Gemeinschaften vor Ort komme, wenn das Interesse bestehe, den Caritasverband, seine Aufgaben und Angebote kennenzulernen.
Pfarreirätin Sonja Goldschmitt informierte über den 104. Deutschen Katholikentag, der vom 13. bis 17. Mai 2026 direkt „vor der Haustüre“ in Würzburg stattfindet. Er bietet Raum für Austausch, Begegnung, Gebet und gesellschaftspolitische Diskussion – offen für Menschen aller Konfessionen und Weltanschauungen. Unter dem Leitwort „Hab Mut, steh auf!“, einem Zitat aus dem Markusevangelium (Mk 10,49), lädt das Treffen dazu ein, sich mit aktuellen gesellschaftlichen und kirchlichen Fragen auseinanderzusetzen. Themen wie Frieden und Gerechtigkeit, Klimaschutz, soziale Verantwortung, Zusammenhalt in einer vielfältigen Gesellschaft und der Wandel der Kirche stehen im Mittelpunkt des Programms. An den fünf Veranstaltungstagen bieten rund 700 Formate ein beeindruckendes Spektrum: Podiumsdiskussionen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Kirche und Zivilgesellschaft, Workshops, Ausstellungen, biblische Dialoge, kreative Mitmachaktionen, interreligiöse Begegnungen, spirituelle Angebote, Gottesdienste, Konzerte, Theater und Kabarett – ergänzt durch den täglichen Abendsegen, die Nacht der Lichter und vieles mehr. Die inhaltlichen Schwerpunkte reichen von Theologie, Kirche und Ökumene über Politik, Gesellschaft und sozialökologische Transformation bis hin zu spezifischen Lebenswelten von Kindern, Familien, jungen Erwachsenen und Senioren. Eine zentrale Rolle spielt die Kirchenmeile in der Würzburger Innenstadt, auf der sich zahlreiche Initiativen, Verbände und Organisationen präsentieren werden. Gerade angesichts globaler Krisen, gesellschaftlicher Spannungen und innerkirchlicher Herausforderungen versteht sich der Katholikentag als Forum, um gemeinsam nach tragfähigen Antworten und solidarischen Lösungen zu suchen. Die Veranstaltungen basieren auf der christlichen Hoffnung und dem Prinzip der unveräußerlichen Würde jedes Menschen. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten sind unter www.katholikentag.de zu finden, viele der Anwesenden sind bereits angemeldet.
Abschließend ging Birgit Frei auf die konstituierende Sitzung des Diözesanrates ein: Neben den Wahlen zu einem komplett neuen Vorstand ging es um die Zukunftsfähigkeit als zentrales Thema. Im Fokus der Arbeit im Ausschuss Weltkirche und Partnerschaft standen die Themen Koloniale Kontinuitäten und Rassismus, die bis heute einen Einfluss auf das Leben in Gesellschaft und Kirche haben.
Die nächste Sitzung des Pfarreirates wurde auf Donnerstag, 11. Juni 19 Uhr in Tauberbischofsheim festgelegt. Weitere Sitzungen sind am 24.7. und 22.9.2026 vorgesehen. Bk
