Trost und Kraft in Krankheit
Das Sakrament der Krankensalbung – Stärkung in schweren Zeiten
In unserer Kirchengemeinde wird das Sakrament der Krankensalbung in unterschiedlichen Formen und zu verschiedenen Anlässen gespendet:
Dies sind die Worte, die der Priester spricht, wenn er das Sakrament der Krankensalbung mit einem Kranken zu Hause, in der Kirche oder im Krankenhaus feiert.
Ihr Pfarrer Thomas Holler
Die Krankensalbung ist ein Sakrament des Lebens, das jeder empfangen kann, der schwer krank ist. Sie schenkt Stärke, Hoffnung aus dem Glauben und Zuversicht und vermittelt die besondere Nähe Gottes, gerade in Zeiten von Krankheit und Leid.
Theologische Bedeutung: Das Sakrament der Krankensalbung
Die Krankensalbung wird gespendet durch die Handauflegung des Priesters und durch die Salbung von Stirn und Händen des Kranken mit dem vom Bischof geweihten Krankenöl. Es ist schön, wenn Gemeinde, Angehörige, Freunde oder auch andere Kranke bei dieser Feier dabei sind.
Im Jakobusbrief heißt es: "Ist jemand unter euch krank, der rufe die Ältesten der Gemeinde zu sich, dass sie für ihn beten und ihm mit Öl salben, im Namen des Herrn. Das Gebet wird dem Kranken helfen, und der Herr wird ihn aufrichten; und wenn er gesündigt hat, wird ihm vergeben werden". Bitten wir darum, dass die Kranken, die mit diesem Öl gesalbt werden, vom Herrn Hilfe erfahren, um ihr Leid tragen und überwinden zu können.
Die Krankensalbung ist ein Sakrament des Lebens, das jeder empfangen kann, der schwer krank ist. Sie soll den Kranken nicht vorzeitig dem Tod überantworten, sondern ihm Stärke, Hoffnung aus dem Glauben und Zuversicht schenken und die besondere Gottesnähe gerade in Krankheit und Leid erfahrbar machen.
Das 2. Vatikanische Konzil erklärt dazu: „Der rechte Augenblick zum Empfang der Krankensalbung ist sicher schon gegeben, wenn der Gläubige beginnt, wegen Krankheit oder Altersschwäche in Lebensgefahr zu geraten.“ Der Katechismus der katholischen Kirche ergänzt: „Wenn ein Kranker … wieder gesund wird, kann er, falls er erneut schwer erkrankt, dieses Sakrament von Neuem empfangen. Gleiches gilt für Betagte, deren Kräfte zu versagen beginnen.“
Krankensalbung in unserer Kirchengemeinde
In unserer Kirchengemeinde wird das Sakrament der Krankensalbung in unterschiedlichen Formen und zu verschiedenen Anlässen gespendet:
- Seniorengottesdienst: In den Pfarrbezirken werden jährlich Seniorengottesdienste gefeiert, bei dem die Krankensalbung empfangen werden kann.
- Monatliche Krankenkommunion: Im Rahmen der monatlichen Krankenkommunion – im Gottesdienst oder beim anschließenden Hausbesuch. Wenn Sie sich vorher im Pfarrbüro anmelden, kommt an diesem Tag ein Priester oder Kommunionhelfer zu Ihnen.
- Gesundheitliche Notlage: In jeder akuten gesundheitlichen Notlage kann ein Priester zu Ihnen kommen, wenn Sie oder Ihre Angehörigen dies wünschen und er über das Pfarrbüro erreichbar ist.
- Krankenhausgottesdienste: In oder nach den Krankenhausgottesdiensten. Anmeldung über das Pfarrbüro, die Klinikseelsorge oder die Pforte des Krankenhauses (Krankenhaus Tauberbischofsheim - Tel. 09341-800-0).
- Plötzliche Notfälle im Krankenhaus: In akuten Situationen können Sie als Kranker oder Angehörige auch das Pflegepersonal ansprechen, die versuchen, einen Priester zu rufen.
Die Spendung der Krankensalbung
„Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen, er stehe dir bei mit der Kraft des Heiligen Geistes: Der Herr, der dich von Sünden befreit, rette dich, in seiner Gnade richte er dich auf."
Dies sind die Worte, die der Priester spricht, wenn er das Sakrament der Krankensalbung mit einem Kranken zu Hause, in der Kirche oder im Krankenhaus feiert.
Vorbereitung und Fragen
Vielleicht sind Sie unsicher, was Sie vorbereiten sollen, bevor ein Pfarrer kommt. Wenn Sie eine Kerze und ein Kreuz zur Hand haben, können Sie das auf den Nachttisch stellen, grundsätzlich sind aber keine Vorbereitungen notwendig.
Auch wenn Sie oder der Kranke schon lange keinen Kontakt mehr zur Kirche hatten, kommt ein Priester gerne zu Ihnen. Voraussetzung ist nur der Glaube oder die Sehnsucht, Gott um Beistand in dieser schwierigen Lebenssituation zu erbitten.
Wenn Sie selbst oder ein Angehöriger Zuspruch und Stärkung durch die Krankensalbung wünschen, kommen wir gerne zu Ihnen – kontaktieren Sie bitte unser Pfarrteam oder das Pfarrbüro.
Einen herzlichen Gruß – besonders an alle Kranken unserer Kirchengemeinde, an alle Angehörigen und an alle Pflegekräfte in- und außerhalb der Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen.
Ihr Pfarrer Thomas Holler

