40-jähriges Orgeljubiläum von Ulrike Lauer
20.02.2026 |
"die Menschen auch weiterhin mit der Musik erreichen und erfreuen"
Am Faschingssonntag feierte die Gemeinde das 40-jährige Orgeljubiläum von Ulrike Lauer mit einem festlichen und zugleich heiteren Gottesdienst.
Ulrike Lauer, in eine musikalische Familie hineingeboren, erhielt zunächst Unterricht an Blockflöte, Geige und Klavier. Durch ihre Schwester Ruth, die 25 Jahre als Organistin in Distelhausen wirkte, fand sie zur Orgel. Gefördert wurde sie zudem von Pfarrer lang, der sie ermutigte, die Orgelkunst weiter zu verfolgen. 1985 begann sie die Ausbildung bei Bezirkskantor Thomas Drescher, die sie 1989 mit der C-Prüfung abschloss.
Bereits ab 1984 spielte sie Vertretungen in St. Markus Distelhausen. Ab 1986 gestaltete sie die Gottesdienste im Altenheim Gerlachsheim mit. Nach der Einweihung der neuen Orgel in St. Vitus 1988 wurde sie 1989 offiziell Organistin in Dittigheim und wirkt dort bis heute. Neben dem Orgeldienst initiierte sie viele Formate: seit 1991 findet jährlich ein Adventskonzert statt, 2017 organisierte sie das erste Thomanertreffen, 2018 den 30-jährigen Orgelgeburtstag. Sie bereichert das Gemeindeleben mit kirchenmusikalischen Vespern und Matineen, moderiert humorvoll und engagiert sich in Chören und Ensembles.
Im Gottesdienst würdigte Dekan Holler Lauers vielseitiges Engagement in gereimter Form: „Wer kommt in der Kirche mit den größten Pfeifen klar? – Ulrike Lauer, die spielt die Orgel einfach wunderbar.“ Musikalisch wurde der Gottesdienst von Lauer an der Orgel, Bezirkskantorin Julia Kohler, Diakon Markus Rombach, Marianne Lienich-Prößner und Barbara Eckert begleitet. Neben geistlichen Liedern erklang auch das karnevalistische „Im Schatten des Doms“, welches religiöse Metaphorik mit karnevalistischer Lebensfreude verbindet.
Zum Abschluss spielte Lauer ein Orgelmedley aus „Narrhalla-Marsch“ und „So ein Tag, so wunderschön wie heute“ und beschenkte sich damit auch ein wenig selbst. Die Gemeinde bedachte die Musiker und vor allem ihre Organistin mit langanhaltendem Applaus und äußerte den Wunsch, dass Tasten und Pedale in St. Vitus noch lange von ihr gespielt werden. Die Zeichen stehen gut, denn, so Lauer, ist es ihr größtes Ziel, „die Menschen auch weiterhin mit der Musik zu erreichen und zu erfreuen“.
Bericht: Madeleine Wagner
Bericht: Madeleine Wagner

