Vertrauen als Mutmacher

08.06.2026 | Festliche Nachprimiz von Markus Rombach in Tauberbischofsheim

Seine liebevolle Art hatte die Herzen der Menschen in Tauberbischofsheim und Umgebung erreicht, so Pfarrer Thomas Holler in den Begrüßungsworten zum Festgottesdienst am vergangenen Sonntag.

Tatsächlich wären sonst sicher nicht so viele Mitfeiernde in die Stadtkirche St. Martin gekommen, um nach Priesterweihe und Primiz nun die Erste Heilige Messe des Neupriesters in seiner „Zweiten Heimat“ zu feiern. Pfarrer Holler sah die Priesterweihe als Erweiterung der Bereitschaft von Markus Rombach, sich in den Dienst Jesu zu stellen und seinen Primizspruch als „Mutmacher“: Habt Vertrauen, ich bin es, fürchtet euch nicht.
 
Die Predigt von Pfarrer Holler war voller Freude: „Was für eine Freude, dass Du, „unser Markus“ nun in diesem feierlichen Gottesdienst die Nachprimiz feiern kannst“: Nach 14 Jahren als Lehrer hatte er seinen Beamtenstatus aufgegeben, um Christus zu folgen. Die Freude über die Diakonenweihe in dieser Kirche werde noch lange nachklingen.
 
Der Glaube sei ein Geschenk, jeder verdanke seinen Glauben anderen Menschen wie z.B. der Familie, aber man solle ihn ebenso weitergeben. Pfarrer Holler zeigt sich glücklich, dass auch heute noch Berufungen möglich sind, und betrachtete dies als großes Hoffnungszeichen: Wie auch das Licht der kleinsten Kerze von aller Dunkelheit der Welt nicht gelöscht werden könne, so könne auch das Licht der Liebe Gottes trotz allem Dunkel in der Welt nie verlöschen. Im Gegenteil! So lange auch nur noch eine einzige Kerze brenne, könnten unzählige andere damit wieder entzündet werden. An uns liege es, das Licht des Glaubens und der Liebe in der Welt von heute hochzuhalten und weiterzugeben, gemäß den Worten Jesu: „Ihr seid das Licht der Welt“.
 
Phantastisch war auch die musikalische Gestaltung dieses Primizgottesdienstes durch Bezirkskantorin Julia Kohler. Bläserquartett und Pauken, Kirchenchor St.Martin TBB, dirigiert von Ulrike Lauer, und die Kantorinnen Marianne Lienich-Prößner und Martina Wamser sorgten für ein abwechslungsreiches Liedprogramm, das Begeisterung auslöste.
 
Am Schluss des Gottesdienstes konnte Markus Rombach nur ein vielfaches „Danke“ sagen, vor allem an Thomas Holler. Einen besseren Mentor hätte er nicht finden können; auch dessen Predigtworte hatten ihn berührt. Es folgte der allgemeine Primizsegen des Neupriesters. Am Abend kam die Gemeinde nochmals zu einer Vesper zusammen. In der dortigen Predigt machte Markus Rombach deutlich, was für ihn persönlich zum Glauben gehört. Höhepunkt war der Einzelprimizsegen, den sich sehr viele Gläubige spenden ließen.

  
 
Nach dem Festgottesdienst hatte das Gemeindeteam neben der Kirche mit Getränken und Imbiss eine wundervolle Begegnungsmöglichkeit geschaffen. Dort sprach Pfarreiratsvorsitzende Birgit Frei Glückwünsche aus und gab gute Wünsche mit auf dem Weg. Ebenfalls viele Vertreter der Vereine und Verbände bis hin zum Sternsingerteam, denn auch hier hatte er unterstützend mitgeholfen. Höhepunkt war ein von Pfarrer Holler gedichtetes Lied „mit 44 Jahren, da fängt der Markus an, mit 44 Jahren, wird er ein Pfarrersmann, mit 44 Jahren da legt er richtig los, mit 44 Jahren und das ist grandios". Die 11 Strophen streiften sein Leben in Tauberbischofsheim und sorgten für viele Lacher. Insgesamt waren Gottesdienst, Empfang und feierliche Vesper eine gelungene Nachprimiz, bei der sehr viele Menschen mitfeierten und das persönliche Gespräch mit Markus Rombach suchten. Bk