Im Gedächtnis der sieben Schmerzen Mariens
15.09.2026 |
Stationenweg auf den Tauberbischofsheimer Stammberg
Am Gedenktag der Schmerzen Mariens, am 15. September, machten sich auch dieses Jahr wieder einige Gläubige in Tauberbischofsheim auf den Weg zur Stammbergkapelle.
Der traditionelle Stationenweg, dessen Ursprünge bis ins Jahr 1772 zurückreichen, ist den sieben Schmerzen Mariens gewidmet und lädt dazu ein, ihren Lebensweg im Licht der eigenen Erfahrungen zu betrachten.
An den einzelnen Stationen wurde der sieben Schmerzen Mariens gedacht: der Weissagung Simeons, der Flucht nach Ägypten, der Sorge um den zwölfjährigen Jesus in Jerusalem, der Begegnung von Mutter und Sohn auf dem Kreuzweg, dem Ausharren unter dem Kreuz, der Aufnahme des Leichnams Jesu in den Schoß seiner Mutter sowie der Grablegung. Diese Ereignisse erinnern an das Leid, das Maria erfahren musste, zugleich aber auch an ihre unerschütterliche Treue zu Gott in den schwersten Stunden ihres Lebens.
Der Weg wurde bewusst in Stille gegangen. So entstand Raum für persönliches Gebet, für die eigenen Sorgen und Anliegen sowie für das Mittragen der Nöte anderer Menschen. Besonders Menschen auf der Flucht, Kranke, Leidende und alle, die schwere Lasten zu tragen haben, wurden in die Fürbitten eingeschlossen. An jeder Station erklang der gemeinsame Bittruf: „Mutter Gottes, wir rufen zu Dir.“
Im Blick auf Maria wurde deutlich, dass Schmerz und Leid zwar zum menschlichen Leben gehören, aber nicht das letzte Wort haben. Maria blieb standhaft in ihrem Glauben und durfte schließlich die Hoffnung und den Trost der Auferstehung erfahren. So wurde der Stationenweg für die Teilnehmenden zu einem intensiven Weg des Gebets, des Mitfühlens und der Hoffnung.
Ein besonderer Dank gilt Gemeindereferent Wolfgang Eitzenberger und Gisela Müller für die sorgfältige Vorbereitung und die geistliche Begleitung auf diesem Weg. cw

