Bewegender Gottesdienst zur Investitur

11.01.2026 | und Amtseinführung des Leitungsteams der neuen Kirchengemeinde

Zum 1. Januar 2026 wurde die Römisch-katholische Kirchengemeinde St. Martin und Lioba an Tauber und Main gegründet.

Sie entstand aus den bisherigen Seelsorgeeinheiten Tauberbischofsheim, Wertheim, Freudenberg, Külsheim-Bronnbach, Königheim und Großrinderfeld-Werbach. Am Samstag konnte die Investitur des Leitenden Pfarrers Thomas Holler vorgenommen werden, zusammen mit der Amtseinführung des Kernteams und Verwaltungsvorstands, nämlich des Stellvertretenden Leitenden Pfarrers Pater Artur Schreiber, des Leitenden Referenten Dr. Robert Koczy, des Pfarreiökonomen René Rosche und der Stellvertretenden Pfarreiökonomin Barbara Seitz.


von links: Ordinariatsrat Thorsten Gompper, Stefan Kornher, Katharina Withopf, Pfarreiökonom René Rosche, Leitender Referent Dr. Robert Koczy, stv.Pfarreiökonomin Barbara Seitz, Leitender Pfarrer Thomas Holler, stv.ltd.Pfarrer Pater Artur Schreiber MSF, Pfarreirats-Vorsitzende Birgit Frei, Sonja Goldschmitt


Beeindruckend war bereits der „große Einzug“ mit über 50 Ministrantinnen und Ministranten aus den verschiedenen Gemeinden, Priestern und Diakonen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Pastoralteams, Pfarreiökonom mit Stellvertreterin und dem Pfarreirats-Vorstand der neuen Kirchengemeinde.
 
Pfarreiratsvorsitzende Birgit Frei begrüßte im festlichen Gottesdienst besonders Ordinariatsrat Thorsten Gompper aus Freiburg, der mit dem Verlesen der Investitururkunde im Auftrag von Erzbischof Stephan Burger die offizielle Amtshandlung vollzog und damit Pfarrer Holler feierlich in sein Amt einführte. Kernteam und Verwaltungsvorstand sprachen nun vor den sehr zahlreichen Gottesdienstbesuchern, umrahmt vom Vorstand des Pfarreirates und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Pastoralteams, das Glaubensbekenntnis.
 
Der nun neu ernannte Pfarrer Thomas Holler legte stellvertretend für alle Mitarbeitenden, die für die Leitung der Pfarrei Verantwortung tragen, das Investiturversprechen ab und wie er persönlich ergänzte „sehr gerne!“ Thorsten Gompper freute sich darüber und hatte als Geschenk Glaskacheln mit einer Mariendarstellung dabei, die er den fünf frisch eingesetzten Leitungspersonen feierlich überreichte.
 
Predigt von Ordinariatsrat Thorsten Gompper
In seinen Predigtworten ging er auf das Tagesevangelium von der Taufe des Herrn ein: dabei hatte jeder seine Rolle, obwohl es für Johannes den Täufer gewöhnungsbedürftig war, dass Jesus von ihm getauft werden wollte. Auch in der Kirchengemeinde habe jede und jeder seine Rolle, seit Monaten sei alles für die neue Gemeinde vorbereitet worden, dafür sprach er ein herzliches Vergelt’s Gott aus. Der Auftrag gehe jedoch an alle Gemeindemitglieder, dass es alle wagen, als Christen zu leben. „Der Himmel hat sich für uns geöffnet – deshalb liegt es an uns, den Himmel für alle sichtbar zu machen“. Abschließend ging er auf das Leitwort der neuen Kirchengemeinde St. Martin und Lioba An Tauber und Main ein: „Glauben und Kirche neu (er)leben“. Sein Wunsch sei es, mit dieser Glaubensfreude und Gottes Segen zu leben.
 
Im Anschluss daran stellte Dr. Robert Koczy, leitender Referent der neuen Kirchengemeinde, das Pfarrei-Logo vor: es stellt zwei dynamische Balken dar, die ein Kreuz bilden und einen sich vom Kreuz her den Menschen zuwendenden Gott abbilden. Diesem Gott seine Hände zu leihen, ihn zu den Menschen zu bringen sei das große Herzensanliegen, dem sich das neue Leitungsteam verpflichtet fühle. Denn: Christus hat nur unsere Hände. Die Fürbitten wurden von Vertretern der neuen Kirchengemeinde vorgetragen.
 
Besonders beeindruckend war die musikalische Gestaltung dieses Gottesdienstes: so hatte sich ein Projektchor mit vielen Mitgliedern aus der neuen Pfarrei gebildet, der abwechselnd mit dem Kirchenchor von St. Martin mit der Liedauswahl beeindruckte, unterstützt von einer Sopranistin, Thomas Martin an der Orgel und Instrumentalistinnen an Querflöte und Oboe. Die musikalische Gesamtleitung hatte Bezirkskantorin Julia Kohler, die zum Auszug mit der Toccata Widor selbst einen glanzvollen Schlusspunkt an der Orgel setzte. Der langanhaltende Beifall zeigte die Begeisterung der Gottesdienstbesucher.

 
 

Nach den Grußworten der Repräsentanten aus Staat und Gesellschaft dankte Thomas Holler allen Mitwirkenden für diesen bewegenden Gottesdienst. Er sah darin den Auftakt für einen guten gemeinsamen Weg in die Zukunft, den er mit dem Seelsorgeteam, den Haupt- und Ehrenamtlichen und mit den vielen Menschen in der neuen Pfarrei gehen möchte. Wichtig sei ihm dabei, den christlichen Glauben menschenfreundlich leben und vermitteln, auf die Menschen zuzugehen und ihre Anliegen ernst zu nehmen, gerade auch die Sorgen um die Zukunft kirchlichen Lebens vor Ort. Er übernehme die neue Aufgabe mit einer gehörigen Portion Respekt und Demut, aber auch mit Zuversicht und Freude, im Vertrauen auf Gott und die vielen großartigen Menschen in der Kirche, in Staat und Gesellschaft, die für ihn ein großer Lichtblick seien. In einem guten vertrauensvollen Miteinander könne die Welt heller werden zusammen mit der Gewissheit: „Gott wird bei uns sein“.


  
von links: Ordinariatsrat Thorsten Gompper, Stefan Kornher, Katharina Withopf, Pfarreiökonom René Rosche, Leitender Referent Dr. Robert Koczy, stv.Pfarreiökonomin Barbara Seitz, Leitender Pfarrer Thomas Holler, stv.ltd.Pfarrer Pater Artur Schreiber MSF, Pfarreirats-Vorsitzende Birgit Frei, Sonja Goldschmitt
Predigt von Ordinariatsrat Thorsten Gompper
Landtagsabgeordneter Prof. Dr. Wolfgang Reinhart
Landrat Christoph Schauder
Dekan Oliver Habiger als Vertreter der evangelischen Kirche
Beate Maier vom Caritasverband
Christiane Schäffner für die kirchlichen Verbände

Anschließend war beim Empfang im Winfriedheim ausgiebig Gelegenheit zur Begegnung und miteinander ins Gespräch zu kommen. Bk