Engagement für eine lebendige Gemeinde

28.06.2026 | Gemeindeteam St. Martin, Tauberbischofsheim neu gewählt

Der diözesane Prozess „Kirchenentwicklung 2030“ der Erzdiözese Freiburg bedeutet für alle Gemeinden einen Umbruch. Deshalb sind die Gemeindeteams auf örtlicher Ebene ein immer wichtigerer Teil des kirchlichen Lebens.

Nach der Vorabendmesse am Samstag fand die Gemeindeversammlung der Gemeinde St.Martin statt. Für das Gemeindeteam St. Martin ging Sprecherin Katja Fischer auf das Evangelium ein, das zu den Bibelstellen gehöre, in denen es um die Aussendung der 12 Jünger geht. Das Gemeindeteam St. Martin verbindet einiges mit diesen 12 Jüngern, wenn sich auch der Auftrag unterscheide. „Aber ebenso wie früher ist es auch heute unser Anliegen die Botschaft Jesu in unseren Aktivitäten sichtbar und spürbar zu machen“.
 
Im Lioba-Wegweiser kann man regelmäßig davon lesen, viele haben die eine oder andere Aktion selbst miterlebt. Einige Aktionen stellte Katja Fischer kurz vor: schon seit 10 Jahren gestalten wir am 2. Adventssonntag in der Stadtkirche St. Martin das sogenannte Adventlich(t)- einen Adventweg mit allen Sinnen. Wer schon einmal da war, hat sicherlich die ganz besondere Atmosphäre bei Kerzenschein, wunderbarer Flötenmusik und Tee und Gebäck erlebt. Dazu einen Stationenweg durch die Kirche mit stets anderem Schwerpunktthema und kleinen Geschenktütchen zum Mitnehmen für sich und andere. Auch in diesem Jahr am 2. Adventsonntag, den 6. Dezember findet wieder Adventlich(t) statt.
 
Als weitere Highlights erinnerte sie an die Installation Via Lucis zu Pfingsten, wobei die Gaben des Heiligen Geistes einmal ganz wörtlich und bildlich aus Gießkannen strömten. Im Lockdown 2020 in der Coronazeit säumten viele bunt bemalte Hoffnungssteine den Weg an der Wiese der Kirche, ein Gebet lud zum Innehalten ein. Der Osterweg 2021 stand unter der Vorgabe der eingeschränkten persönlichen Begegnung. Daher wurde die Möglichkeit, einen Meditationsweg im Freien am Fuße des Höhbergs in der Natur zu begehen, gerne angenommen. „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“, so der Titel des Weges.
Ein Jahr später gab es eine Mitmach-Ausstellung zum Thema Beten. Hier konnten die Besucher schmökern, beten und eigene Gedanken an Stellwänden zu formulieren.
 
Außerdem schuf das Gemeideteam im Ossarium im Jahr 2022 aus traurigem Anlass (mit dem Beginn des Ukrainekrieges) eine Gebetsstation mit Bitte um Frieden auf der Welt. Seitdem füllt das Team fast täglich Kerzen nach, was zeigt, wie sehr diese Station von Einheimischen sowie Touristen besucht wird.
Die Stadtkirche St.Martin ist eine Radwegekirche, da sie am Radweg liegt. Besonders in den Sommermonaten wird sie von vielen Touristen besucht, sei es zum Innehalten, zum Besichtigen oder zum Gebet. 2024 war die Idee einer Ausstellung geboren mit Impulsen rund ums Fahrrad- speziell für diese Zielgruppe, aber natürlich auch für Tauberbischofsheimer. Daneben gab es Gebetskarten und Aufkleber, die großen Anklang fanden.
 
Gut angenommen wurde nach besonderen Gottesdiensten oder Konzerten eine kleine Bewirtung in Form eines Sektempfangs, eines Kirchenkaffees oder einen „Kirchwein“.  Aber auch bei größeren Veranstaltungen wie der Diakonenweihe im vergangenen Jahr oder der kürzlich stattgefundenen Nachprimiz von Markus Rombach sind alle involviert. Maßgeblich ist das Gemeindeteam bei der Durchführung des Liobafestes beteiligt.
 

Gemeindeteam St. Martin, Tauberbischofsheim: Marianne Lienich-Prössner, Simone Werner, Katja Fischer, Susanne Weniger, Roselinde Baumann, Irene Peterle, Frank Mischek, Martina Wamser, Christian Wamser und Elke Hunecke


Kaplan Simon Gleichauf dankte dem Gemeindeteam für die Bereitschaft, sich weiter für die Gemeinde St. Martin einzusetzen und würdige das bisherige sehr große Engagement, das die Gemeinde mit starkem Applaus bestätigte. Die Wahl des Teams erfolgte durch die Anwesenden einstimmig. Gerne dürfen sich aber weiter Interessierte mit einbringen und das Gemeindeteam verstärken.
 
Anschließend gab es die Möglichkeit mit einem Glas „Kirchwein“ auf das neue Team anzustoßen, sich in geselliger Runde noch länger über Gott, Kirche und die Welt zu unterhalten und damit mit weiteren Gemeindemitgliedern in Kontakt zu kommen.  Bk