Bonifatiusfest
17.07.2026 |
Gemeindefest mit Ministrantenaufnahme
Doch der Glaube ist kein Selbstläufer, wenn er wächst. Der Samen ist auf verschiedene Umstände wie die Beschaffenheit des Bodens, Sonne oder Wasser angewiesen. Und so ist es auch mit dem Glauben. Durch Lebenserfahrung und den Mut, für ihn einzustehen, könne dieser wachsen. Auch durch Vorbilder könne man selbst mehr Sicherheit im eigenen Glauben gewinnen. Auch Bonifatius habe dies in seinem Leben beeindruckend gelebt und immer gezeigt, was ihn antreibt und wofür er einsteht, so Kaplan Gleichauf.
Dabei durfte der Rückblick auf die vergangenen Jahre als Mini – darunter die Zeit von Corona, als keine neuen Minis ausgebildet wurden und damit die Dienste für ihn häufiger waren – nicht fehlen. Mit einem Augenzwinkern, dass sie beide an Festtagen den „Kleinen“ dennoch vielleicht hin und wieder aushelfen, wenn es die Zeit erlaubt, schloss Jonas seine Dankesworte. Ein Applaus der Gemeinde unterstrich den Dank für das Engagement des scheidenden Ministranten.
Auch in diesem Jahr feierte die Gemeinde St. Bonifatius ihr Patrozinium zu Ehren ihres Kirchenpatrons.
So begann vergangenen Sonntag der Tag mit einem feierlichen Festgottesdienst und dem Einzug einer großen Schar von Ministranten gemeinsam mit Kaplan Simon Gleichauf. Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Kirchenchor St. Bonifatius unter der Leitung von Arno Leicht gestaltet.
Aussaat und Wachstum als Thema der Texte und Fürbitten standen im Mittelpunkt des Gottesdienstes, angelehnt an das Tagesevangelium. In diesem konnten die Gottesdienstbesucher das Gleichnis des Sämanns hören, der den Samen reichlich auf guten und schlechten Boden, auf Stein und in Dornen wirft und sieht, was jeweils daraus wird. Kaplan Simon Gleichauf griff in seiner Predigt die Gedanken Jesu zum Glauben auf und erläuterte anschaulich, dass dieser im Leben wie das Samenkorn entweder aufgeht und wächst oder aber auch vergebens gesät und weitergegeben wird.
Doch der Glaube ist kein Selbstläufer, wenn er wächst. Der Samen ist auf verschiedene Umstände wie die Beschaffenheit des Bodens, Sonne oder Wasser angewiesen. Und so ist es auch mit dem Glauben. Durch Lebenserfahrung und den Mut, für ihn einzustehen, könne dieser wachsen. Auch durch Vorbilder könne man selbst mehr Sicherheit im eigenen Glauben gewinnen. Auch Bonifatius habe dies in seinem Leben beeindruckend gelebt und immer gezeigt, was ihn antreibt und wofür er einsteht, so Kaplan Gleichauf.
Das Gemeindefest heute, so der Zelebrant, sei die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und andere – die Verantwortlichen fürs Fest, aber auch Besucher – zu fragen, was sie im Glauben prägt oder geprägt hat. Am Ende schloss Kaplan Gleichauf mit den Worten, dass man Glauben nicht erzwingen könne, wie es auch der Sämann nicht beeinflussen könne, auf welchen Boden sein Samen vom Wind getragen wird und wie er sich entwickelt. Dennoch sollte man immer bestrebt sein, dass der Glaube weiter wächst, und versuchen, ihn weiterzutragen, ob man nun gleich das Wachstum sieht oder nicht.
Und so war es für die Gemeindemitglieder schön zu sehen, dass im Anschluss an die Predigt Felix, Max, Xaver, Lukas, Martha und Johanna durch das Umhängen der geweihten Holzkreuze als neue Ministranten in die Schar der Messdiener aufgenommen wurden. Durch ein kräftiges „Ja“ auf die Frage, ob sie sich freuen, nun als Ministranten den Dienst am Altar übernehmen zu dürfen, bekräftigten sie ihre Bereitschaft dazu. Die Oberministranten Helena Hilpert und Jonas Kaibel hatten sie in den vergangenen Wochen seit der Erstkommunion auf diesen Dienst vorbereitet und waren ihnen darin Vorbild gewesen. Jakob Kaibel wurde als alter Ministrant mit sehr persönlichen Worten von seinem Bruder aus dem Ministrantendienst verabschiedet.
Dabei durfte der Rückblick auf die vergangenen Jahre als Mini – darunter die Zeit von Corona, als keine neuen Minis ausgebildet wurden und damit die Dienste für ihn häufiger waren – nicht fehlen. Mit einem Augenzwinkern, dass sie beide an Festtagen den „Kleinen“ dennoch vielleicht hin und wieder aushelfen, wenn es die Zeit erlaubt, schloss Jonas seine Dankesworte. Ein Applaus der Gemeinde unterstrich den Dank für das Engagement des scheidenden Ministranten.
Mit Bravour meisterten die neuen Ministranten im Anschluss ihre Dienste während der Eucharistiefeier unter den Augen ihrer „geübten“ Mitstreiter und der Gemeinde. Stolz durften die Neuen die Gaben zur Gabenbereitung bringen. Und wie gelernt an der richtigen Stelle läuten.
Am Ende des feierlichen Gottesdienstes sprach Kaplan Gleichauf nochmals die herzliche Einladung aus, nun bei Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen ein paar schöne Stunden zu verbringen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Bei einem reichlichen Angebot von Steak, Gyros und Krautsalat, Pommes, Grünkernküchle, Bratwurst und kühlen Getränken fiel dies nicht schwer.
Die Vertreterinnen der Sozialstation informierten über Pflegeangebote und hatten Geschicklichkeits- und Trainingsspielstationen aufgebaut. So konnte jeder z. B. spiegelverkehrte Koordinationsübungen testen. Dies regte zum Nachdenken an, dass manche selbstverständlichen Handgriffe im Alter gar nicht mehr so einfach sind, wie man oft denkt. Außerdem konnten die Gäste sich Blutdruck und Blutzucker messen lassen.
Der Förderverein der Kita St. Lioba hatte nach dem Mittagessen zur Einweihung der neuen Stehwippe eingeladen. Dies erfolgte durch Dekan Holler, welcher auch gleich testen durfte, wie viele Kinder zum Ausgleich als Gegengewicht auf der anderen Seite gebraucht werden. Auch mit der Kindergartenleitung, Frau Susanne Baloglu, auf der einen Seite wurde selbstverständlich auf der Gegenseite getestet, an welcher Stelle wie viele Kinder zum Ausgleich stehen müssen.
Die Erzieherinnen hatten sich weiterhin Spiel- und Bastelstationen im Kindergarten ausgedacht. Besonderes Highlight war für die Kinder ein kleiner Bobbycar-Parcours des Fördervereins. So mancher zukünftige Rennfahrer zeigte hier sein Können.
Nach dem Toben und Spielen der Kinder sorgten nicht nur der Rasensprenger, sondern auch der Eisverkauf des Fördervereins des Kindergartens St. Lioba für Abkühlung bei den Anwesenden. Ein weiterer Programmpunkt auf dem Fest war die Führung von Jugendlichen der KJG durch die neu renovierten Jugendräume unter der Bonifatiuskirche. Sie zeigten den Festbesuchern stolz, mit wie viel Liebe zum Detail und vielen Stunden Eigenleistung sie die Räume neu hergerichtet haben. So mancher Besucher, der die Räumlichkeiten von früher her kannte, ergänzte die Führung mit eigenen Anekdoten aus alter Zeit.
Auch der Bücherflohmarkt der Kirchenbücherei St. Bonifatius wurde trotz der heißen Temperaturen von den großen und kleinen Besuchern gerne angenommen. Ausrangierte und auch gespendete Bücher fanden neue Abnehmer und die Bücherei kann so wieder neue Bücher anschaffen und ihren Bestand aktualisieren. Am Ende des Festtages konnten die Verantwortlichen auf eine gute Resonanz ihrer Mühen blicken. Bericht: Petra und Martin Vierneisel













