Neu anfangen können
Im Sakrament der Versöhnung Vergebung empfangen
Viele Katholiken gehen heute nicht mehr regelmäßig zur Beichte. Die Gründe dafür können unterschiedlich sein: die Scheu, sich den dunklen Seiten des Lebens zu stellen, negative Erfahrungen mit dem Sakrament oder die Neigung, Fehler nur bei anderen und nicht bei sich selbst zu sehen. Der eigentliche Grund liegt jedoch meist in der Unkenntnis darüber, was Beichte wirklich ist – nämlich ein Sakrament, das heilen und befreien kann.
Jeder Mensch hat Schwächen und Fehler und kann schuldhaft handeln, wenn er Unrecht tut oder anderen etwas schuldig bleibt. Wer sich mit Gott und den Mitmenschen versöhnen möchte, ist herzlich eingeladen, zur Beichte zu kommen und einen Neuanfang zu wagen.
Viele Katholiken gehen heute nicht mehr regelmäßig zur Beichte. Die Gründe dafür können unterschiedlich sein: die Scheu, sich den dunklen Seiten des Lebens zu stellen, negative Erfahrungen mit dem Sakrament oder die Neigung, Fehler nur bei anderen und nicht bei sich selbst zu sehen. Der eigentliche Grund liegt jedoch meist in der Unkenntnis darüber, was Beichte wirklich ist – nämlich ein Sakrament, das heilen und befreien kann.
Informationen dazu auch in einem kurzen Film: Was bedeutet Beichten?
Theologische Bedeutung: das Sakrament der Versöhnung
Beichte
Generell können Sie bei jedem Priester in jeder Kirchengemeinde die Beichte ablegen – Sie müssen den Priester also nicht persönlich kennen. Manchmal ist es jedoch hilfreich, einen Priester zu wählen, der Ihren Lebensweg kennt, da er dann persönlicher auf Sie eingehen und auf Dinge hinweisen kann, die Ihnen vielleicht selbst noch nicht bewusst sind.
Überlegen Sie daher, welche Gesprächssituation Ihnen eher zusagt und in welcher Umgebung Sie ungezwungener über Ihren Glaubens- und Lebensweg sprechen können. Wenn Sie unsicher sind, können Sie unsere Priester vorab um Rat bitten. Am Ende der Beichte erhalten Sie von dem Priester die Lossprechung (Absolution). Dadurch werden Sie mit Gott versöhnt.
Das Beichtgeheimnis zählt zu den strengsten Pflichten eines Priesters und darf niemals gebrochen werden. Er ist zum absoluten Stillschweigen über den gesamten Inhalt des Gesprächs verpflichtet. Weder mit anderen Priestern noch mit weltlichen Gerichten oder der Polizei darf er Auskünfte über das Beichtgespräch geben.
Die Beichte besteht im Wesentlichen aus zwei Elementen: dem Bekenntnis der Sünden und der Lossprechung durch den Priester. Die entscheidenden Worte dabei lauten: „Ich spreche dich los von deinen Sünden, im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“
Die Vergebung wird von Gott geschenkt, aber der Mensch kann und soll auch etwas dazu beitragen, indem er den Weg der Umkehr beschreitet. Wichtig sind dabei vor allem folgende Schritte:
- Besinnen: Ich überlege, was ich falsch gemacht oder versäumt habe.
- Bereuen: Es tut mir leid, dass es geschehen ist und meine Beziehung zu anderen verletzt hat.
- Bekennen: Ich stehe zu meinen Fehlern und spreche meine Schuld aus.
- Büßen: Ich setze ein Zeichen der Wiedergutmachung.
- Bessern: Ich nehme mir vor, mich zum Guten zu ändern.
In unserer Kirchengemeinde
Neben der Einzelbeichte gibt es in der Advents- und Fastenzeit in unserer Kirchengemeinde das Angebot von Bußandachten als Vorbereitung auf die Hochfeste. Dabei sind die Gläubigen eingeladen, das eigene und das gemeinschaftliche Leben zu bedenken, sich zu besinnen, den Zuspruch aus dem Wort Gottes zu hören und seinen Segen zu empfangen.
Die Bußandacht wurde als gemeinsame Vorbereitung auf die sakramentale Beichte eingeführt. Sie ist jedoch kein Sakrament und ersetzt daher nicht die persönliche Beichte.
Die Beichttermine entnehmen Sie bitte den Gemeindeblättern. Wenn Sie das Bedürfnis nach einem persönlichen Gespräch oder dem Sakrament der Versöhnung verspüren, sind wir für Sie da – nehmen Sie bitte Kontakt mit unserem Pfarrteam oder dem Pfarrbüro auf.
