Durch Jesus Christus sind unsere Verstorbenen in Gottes Herrlichkeit geborgen – ein Trost und Hoffnung für uns, die wir zurückbleiben.
„Wir wollen euch über die Verstorbenen nicht in Unkenntnis lassen, damit ihr nicht trauert wie die anderen, die keine Hoffnung haben. Wenn Jesus – und das ist unser Glaube – gestorben und auferstanden ist, dann wird Gott durch Jesus auch die Verstorbenen zusammen mit ihm zur Herrlichkeit führen.“ (1 Thess 4,13–14)
Unser Glaube schenkt uns Trost und Hoffnung: Gott führt unsere Verstorbenen durch Jesus Christus zur Herrlichkeit. Über den Tod hinaus bleiben wir mit ihnen in Liebe verbunden. Unsere Trauer kennt Schmerz – und ist doch getragen von der Hoffnung auf Auferstehung und ewiges Leben. Riten und Gottesdienste helfen uns, Abschied zu gestalten, Trost zu finden und unseren Glauben zu leben.
In Begräbnisfeiern und im gemeinsamen Gebet erfahren wir: Wir sind verbunden – über den Tod hinaus, getragen von Gottes Liebe.
Quelle: Erzbistum Freiburg
Der Tod eines geliebten Menschen schmerzt sehr und ist ein großer Verlust. Für uns Christen ist der Tod aber nicht das Ende, er ist der Übergang zum ewigen Leben bei Gott. Diese Hoffnung wird durch viele Elemente in der kirchlichen Begräbnisfeier betont. So wird das Grab zu Beginn mit Weihwasser und einem Kreuzzeichen gesegnet. Wird der Sarg in das Grab herabgelassen, wird an die christliche Hoffnung der Auferstehung erinnert. Auch wird der Sarg im Grab mit Weihwasser gesegnet und mit Weihrauch inzensiert.
In unserer Kirchengemeinde ist die Beerdigung in der Regel werktags (Montag bis Freitag). Die Trauerfeier wird von Priestern und beauftragten Laien geleitet.
Das Requiem (Seelenamt) als Gedenkgottesdienst für Verstorbene kann je nach örtlicher Praxis entweder als Eucharistiefeier zu einem eigenen Termin vor oder nach der Beerdigung gefeiert werden oder, wie in vielen Gemeinden üblich, unmittelbar im Anschluss an die Beisetzung. Der Gottesdienst kann als Eucharistiefeier oder als Wortgottesfeier gestaltet werden. Form und Zeitpunkt richten sich nach den örtlichen Gegebenheiten und werden in Absprache mit den Angehörigen festgelegt.
Die Gestaltung des Gottesdienstes soll zum Ausdruck bringen, dass ein einmaliger Mensch von uns gegangen ist. Hilfreich ist es, wenn die Angehörigen Hinweise oder Wünsche – etwa für Lesung, Gebet oder Lied – einbringen, damit diese in die Feier aufgenommen werden können.
Möglich ist auch ein Totengedenken mit namentlicher Erwähnung in unseren Sonntagsgottesdiensten, die am Samstagabend und Sonntagvormittag stattfinden.
Das Totengebet bzw. der Totenrosenkranz kann (einmal oder mehrfach – je nach Wunsch der Angehörigen) an den Tagen vor der Beerdigung gebetet werden. Das Perlengebet kann Trost in Krankheit, Trauer und Leid geben.
Die Absprachen erfolgen – je nach örtlicher Tradition - durch die Angehörigen mit dem Beerdigungsinstitut, dem/der Verantwortlichen für den Totenrosenkranz und dem/der MesnerIn.
Die Tradition der Sterbebilder ist in der katholischen Kirche ein sehr alter Brauch. Sie werden bei der Beerdigung für die Trauergemeinde ausgelegt. Die persönlich gestalteten Sterbebilder sind eine schöne Art, sich positiv an die verstorbene Person zu erinnern. Das Sterbebild enthält meist ein Foto sowie die Lebensdaten des Verstorbenen. Außerdem kann man einen religiösen Sinnspruch oder Vers aus der Bibel mit aufnehmen. Eine Sammlung dazu finden Sie unter:
In jedem Gottesdienst denken wir im Hochgebet und in den Fürbitten an unsere Verstorbenen. Wenn in den Fürbitten die Namen der Verstorbenen genannt werden, kommt die bleibende Verbundenheit mit den Verstorbenen zum Ausdruck.
Wer im Rahmen eines Gottesdienstes ausdrücklich für bestimmte Verstorbene beten und sie evtl. auch namentlich erwähnt haben will, der kann dazu im Pfarrbüro oder bei den Verantwortlichen in den einzelnen Gemeinden eine entsprechende Messintention eingeben.
In den Kirchen liegen dafür auch entsprechende Formulare aus. Wenn Sie es nicht ausdrücklich anders angeben, erfolgt das betende Gedenken auch in einem Wortgottesdienst. Falls Sie Ihre Messbestellung mit einer Spende verbinden möchten, können Sie diese im Pfarrbüro, bei den Verantwortlichen für Messbestellungen oder beim Mesner bzw. Mesnerin abgeben.